Die Wurzeln unserer Gemeinschaft

Die Geschichte des KGV Oberhausen-Süd e.V. ist untrennbar mit den Anfängen der Interessengemeinschaft Flakstellung verbunden. Gegründet im Jahr 1946, entstand hier eine Oase des gemeinschaftlichen Gärtnerns und des Naturschutzes aus den Überresten eines ehemaligen Flakgeländes. Die transformierte Fläche entwickelte sich über die Jahre zu einem einzigartigen Ort, der Menschen zusammenbringt und die Liebe zur Natur fördert.

Die Vorgründerzeit

Aus dem Protokollbuch
„Interessengemeinschaft Flakstellung“

Die zwischen Landwehr, Ohrenfeld, Hibernia- und Heidestraße gelegene Fläche wurde vor dem letzten Krieg fast ausschließlich für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Pächter bzw. Eigentümer waren die Landwirte Kautz und Freitag.

Während des Krieges wurde auf diesem Gebiet eine Flakstellung mit Kanonen und Scheinwerfern aufgestellt. Nach Kriegsende legten sich Mitbürger westlich der „Roland-Bahn“ kleine Gärten an. Sie wurden zunächst in erster Linie genutzt, um die kärglichen Rationen aufzubessern. 

Am 11. August 1946 gründeten die ersten Kleingärtner die „Interessengemeinschaft Flakstellung Thyssengelände“. Das Gartengelände, das der Interessengemeinschaft zur Verfügung stand, wurde in folgende Abschnitte eingeteilt:

 I.                Flakstellung

Ia.              Rechenacker

II.              Köpergelände

IIa.            Köpergelände im Loch

III.             Lindermann und

                 Hiberniastraße

Der Monatsbeitrag betrug 0,50 RM. Es wurde ein Wachdienst rund um die Uhr eingerichtet.

 

23. Februar 1947:

Auf der Jahreshauptversammlung wird bekanntgegeben, dass der Verein jetzt den Namen „Kleingartenverein Oberhausen-Süd, Flakstellung e.V.“ führt.

 

 23. Januar 1953:

Auf der Jahreshauptversammlung wird bekanntgegeben, dass die Stadt die Anlage III aufgekündigt hat.

 

 15. Januar 1956:

Weitere Aufkündigungen wegen zu erstellender Neubauten wurden bekanntgegeben. Die Betroffenen wurden großzügig abgefunden.

 

 15. Januar 1956:

Wegen des geplanten Neubaus der Hauptschule Alstaden und der Erstellung weiterer Wohnbauten sind weitere Aufkündigungen zu verzeichnen.

 

 15. Januar 1959:

Kündigung von 11 Gärten durch die Firma Babcock.

 

 31. Januar 1960:

Vertreter der Stadt unterrichten die Mitglieder über die Einrichtung einer Dauerkleingartenanlage. Sie erhielt den Namen:

„Kleingärtnerverein Oberhausen-Süd e.V. - Anlage »Am Rechenacker«“.

 

Kleingärtnerverein Oberhausen-Süd e.V. seit 1960

Die Stadt Oberhausen gestaltete die Anlage, legte Wege und Hecken an, ließ die Fundamente herstellen und sorgte für die Anlieferung der vorgefertigten Holzlauben. Es wurde jedem Gartenpächter ein zinsloses Darlehen in Höhe von 1.000 DM gewährt, abzahlbar mit jährlich 50 DM. Auch die ersten Obstbäume und Sträucher wurden von der Stadt bereitgestellt und eingepflanzt, dies sogar kostenlos. Leistungen, die heutzutage leider nicht mehr den neuen Kleingärtnervereinen gewährt werden.

Dem Verein wurde die Pflege der Anlage übertragen.

 In den späteren Jahren wurde der Bau zweier Gebäude vorangetrieben: zunächst entstand das Vereinshaus (1973), später die Vereinsgaststätte „Schüppe“ (1973).

Auszeichnungen

Nicht nur den jeweiligen Vorsitzenden, sondern auch den Vereinsmitgliedern ist es zu verdanken, dass der Verein im Laufe seiner Geschichte nicht nur siebenmal Stadtsieger wurde, sondern auch im Landes- und Bundeswettbewerb „Gärten im Städtebau“ jeweils eine Goldplakette verliehen bekam.

Die Vorsitzenden

Die Vorsitzenden, die den Verein in den vergangenen Jahren bis heute ehrenamtlich und uneigennützig gemeinsam mit den Vorstandskollegen geführt haben, waren:

 

Hugo Fenrich

Heinz Feistauer

Otto Arndt

Willi Schillings

Arnold Böllhoff

Horst Bauer

Josef van Straalen

und der jetzige Vorsitzende

 

Andreas Brück

Ein Ort der Erneuerung

Die Umwandlung des ehemaligen Flakgeländes in einen wunderschönen Gemeinschaftsgarten ist eine ganz wunderbare Leistung. Dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitglieder und ihrer Vision einer lebendigen Gemeinschaft konnten Gärten angelegt werden, die Flora und Fauna fördern und den Anwohnern Erholung bieten. In dieser liebevoll gestalteten Oase wird mit großer Freude gemeinsam gearbeitet, gegärtnert und gefeiert.

Ein Blick in die Zukunft

Mit einem reichen Erbe und einem starken Gemeinschaftsgeist blickt der KGV Oberhausen-Süd e.V. zuversichtlich in die Zukunft. Die engagierten Mitglieder arbeiten ständig daran, den Gartenverein weiterzuentwickeln und neue Mitglieder zu gewinnen. Ziel ist es, die Prinzipien des Naturschutzes und der Gemeinschaftspflege weiter auszubauen und somit einen nachhaltigen Beitrag zur Lebensqualität in Oberhausen zu leisten.

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